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#23 From Maiden to Mother – der leise Übergang in deine innere Reife

Letztens war ich mit einer Kollegin in Aarau unterwegs. Wir führten ein tiefes, ehrliches Gespräch über Freundschaften – und darüber, wie schwierig es sein kann, neue, wirklich passende Menschen ins eigene Leben zu lassen.

Sie ist vor ein paar Monaten in eine neue Stadt gezogen. Voller Offenheit hat sie neue Kontakte geknüpft, Gespräche geführt, Begegnungen zugelassen. Gerade als Mama scheint das ja eigentlich leicht: Man hat einen gemeinsamen Nenner, ähnliche Lebensrealitäten, ähnliche Bedürfnisse. Und doch ging es nicht weiter. Nach anfänglicher Nähe blieb etwas leer. Das Gefühl, dass man „nicht das Heu auf derselben Bühne hat“. Enttäuschung. Traurigkeit. Und leise die Angst: Wird das jemals anders?

Ich spürte einen Impuls in mir – und fragte sie, ob sie ihn hören möchte. Genau diesen Impuls teile ich heute mit dir.


Archetypen – ein psychologischer, spiritueller & astrologischer Blick

Im Herbst 2024 besuchte ich den Onlinekurs „From Maiden to Mother“ bei Kim Freund. Schon der Titel berührte etwas Tiefes in mir.

Wir beschäftigten uns mit Archetypen – uralten inneren Bildern, die tief im kollektiven Unbewussten verankert sind. Carl Gustav Jung hat sie psychologisch beschrieben, spirituelle Traditionen kannten sie lange davor, und auch astrologisch lassen sie sich klar zuordnen.

Grundsätzlich wandern wir – Frauen wie Männer – durch drei Hauptarchetypen:

  • die Jungfrau (Maiden)

  • die Mutter (Mother)

  • die weise Alte (Crone)

Diese Phasen werden nicht übersprungen. Und wir bleiben auch nicht für immer in einer. Das Leben lädt uns immer wieder zu bewussten Übergängen ein. Werden sie nicht vollzogen, entstehen innere Spannungen, Unzufriedenheit oder das Gefühl, nirgends wirklich dazuzugehören.


MAIDEN – die Jungfrau

Psychologisch steht die Jungfrau für Identitätsbildung, Orientierung im Aussen und Abgrenzung. Astrologisch ist sie stark mit Zwillinge- und Jungfrau-Energie verbunden: lernen, vergleichen, fragen, verstehen wollen.

Die verletzte Jungfrau zeigt sich oft so:

  • „Ich bin unsicher.“

  • „Ich bin nicht gut genug.“

  • Starker Wunsch nach Bestätigung

  • People Pleasing

  • Schwierigkeiten mit Grenzen

  • Fokus stark im Aussen

  • Hohes Mitteilungs- und Rechtfertigungsbedürfnis

  • Gefühl, Opfer der Umstände zu sein

  • Dauerndes Entschuldigen

Ein kleiner, aber kraftvoller Shift:

Statt „Sorry“ → „Danke für deine Geduld.“

Die Stärken der Jungfrau: Neugier, Reinheit, Authentizität, Lernfähigkeit, Freude und die Fähigkeit, Wandel einzuladen. Sie darf lernen, den Unterschied zwischen kurzfristiger Befriedigung und tiefer Freude zu erkennen.

MOTHER – die Mutter

Der Übergang zur Mutter ist kein biologischer Akt. Er ist ein innerer Reifeprozess.

Psychologisch steht die Mutter für Selbstregulation, emotionale Reife und Verantwortung für das eigene innere Erleben.Astrologisch finden wir diese Energie stark im Krebs, im Mond und in der Venus.

Die Mutter ist empathisch, liebevoll, offen – nicht weil sie nicht verletzt werden kann, sondern weil sie weiss, dass sie mit Verletzungen umgehen kann.

Sie ist:

  • geerdet

  • klar

  • verwurzelt

  • selbstfürsorglich

  • sinnlich

  • wahrhaftig

Sie fragt nicht mehr:

„Warum passiert mir das?“ sondern: „Wie kann ich mein Leben nährender, echter, sinnlicher gestalten?“

Ihr inneres Mantra:

I bin okay. Ich kriege das hin. Ich bin meine eigene Quelle.

Allein durch diese Unterscheidung erkannte meine Kollegin etwas Entscheidendes: Sie suchte nach Maiden-Energie, obwohl sie innerlich längst bereit für Mother-Energie war.


Nicht mehr Oberflächlichkeit. Sondern Tiefe. Nicht mehr Anpassung. Sondern Resonanz.


Vom Maiden zur Mother – wie der Übergang gelingen kann

Der Übergang geschieht nicht automatisch. Er ist ein bewusstes Loslassen – und ein bewusstes Ankommen.

Einige zentrale Schlüssel:

  • Aufhören, im Aussen nach Bestätigung zu suchen

  • Grenzen nicht nur denken, sondern fühlen

  • Verantwortung für das eigene innere Erleben übernehmen

  • Abschied von der Opferrolle

  • Die eigene Wahrheit sprechen – ohne Rechtfertigung

  • Sinnlichkeit in den Alltag holen

  • Akzeptieren, dass sich Beziehungen verändern

  • Sich erlauben, nicht mehr „lieb“ zu sein

Ein einfaches Ritual: Schreibe auf, was du aus der Jungfrau-Zeit mitnehmen möchtest – und was du bewusst zurücklässt. Verbrenne oder vergrabe den Zettel.


Abschlussgedanke

Der Übergang von der Jungfrau zur Mutter ist kein Upgrade. Er ist ein Heimkommen.

Nicht zu einer besseren Version von dir. Sondern zu einer wahrhaftigeren.

 
 
 

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